Wir bewirtschaften den Inselhof nach den in der EG-Bioverordnung festgelegten und auf ihre Einhaltung hin laufend kontrollierten Regeln des ökologischen Landbaus.
Das bedeutet, dass auf unseren Betriebsflächen Pflanzen und Tiere ohne chemisches Doping und gentechnische Manipulationen heranwachsen. Wir produzieren nicht unter dem Druck der Standardisierung für den Massenabsatz und können uns daher erlauben, aus den für unsere Bedingungen geeigneten Pflanzen und Tiere das Beste zu machen.
Wiesen und Weiden nehmen den größten Teil unserer Ländereien ein. Sie dienen der Ernährung unserer Rinder, Schafe und Ziegen. Daneben halten wir in kleinem Umfang Schweine , Hühner, Gänse, Enten, Pferde, Katzen und Hunde. Artgerechte Tierhaltung ist im ökologischen Landbau verpflichtend. Der Inselhof setzt diese Vorgaben folgendermaßen um.
Unsere Weidetiere grasen sobald draußen etwas wächst auf eingezäunten Koppeln; den Winter verbringen sie in stroheingestreuten Außenklimalaufställen. Kraftfutter kommt bei ihnen nicht zum Einsatz.
Federvieh, Katzen und Hunde haben Freilauf. Die Schweine leben auf Stroh in einem überdachten Verschlag ebenfalls draußen. Den so anfallenden Stallmist setzen wir veredelt durch Kompostierung oder Fermentation – zur Ernährung der Würmer und Kleinstlebewesen - auf unseren Mahd- und Ackerflächen ein.
Auf den Äckern gedeihen neben Tierfutter und Eigenbedarf Kartoffeln und Lagergemüse im kleinen Stil. Problemfälle mit Krankheiten oder Schädlingen begegnen wir mit natürlichen Mitteln.
In Foliengewächshäusern ziehen wir im Sommer Tomaten und anderes wärmebedürftiges Gemüse. Nach der Ernte werden die Folientunnel funktionsgerecht möbliert und beherbergen über Winter einen Teil unserer Schafe.
Mit Unterstützung der Ziegen, ihrer im Winter geborenen Lämmer, der Hütehunde und uns Menschen verdienen sich die Schafe übers Jahr ihr Futter durch Pflege der Eichsfelder Kulturlandschaft. Sie beweiden sensible Biotope wie Feuchtwiesen und Streuobstbestände, die wir instandhalten und – mit in der Regel selbst aufgeschulten Jungbäumen – angelegt haben. Ferner halten die Schafe Extremstandorte wie Buschland oder Mager- und Trockenrasen offen.
Viele der heute durch die Intensivierung der Landnutzung bedrohten Pflanzen und Tiere finden dort ihre Rückzugsräume. Der Einsatz der Weidetiere bewahrt diese Lebensräume mit ihrer biologischen Vielfalt vor dem Verschwinden im Wald, der sich nach Ende der Nutzung wieder von selbst entwickeln würde. Mit diesen Lebensräumen würden auch die noch heute sichtbaren Zeugnisse menschlicher Landschaftsgestaltung aus vergangenen Zeiten verloren gehen mitsamt den von ihnen ausgehenden ästhetischen Reizen.
Die zum Hof gehörenden Wälder werden naturnah, das heißt bestands- und bodenschonend bewirtschaftet. Wir arbeiten Brennholz auf und verkaufen es ofenfertig.
Im Hauptgebäude des Inselhofs haben wir einen Verkaufsraum für unsere hofeigenen Produkte eingerichtet, auf dessen aktuelles Angebot ein Schild an der vorbeiführenden Straße hinweist.
Schließlich veranstalten wir jährlich im Frühjahr eine Schafschurdemonstration samt dem dazugehörigen Drumherum, einen Obstbaumschnittkurs im Winter und im 2-3 jährigem Turnus ein großes Hoffest.















